Offener Brief des DFV an Minister Özdemir

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Am Freitag, 20.02.2023 beginnt in Berlin die Internationale Grüne Woche, die nicht nur Ausstellung, sondern zugleich traditioneller Treffpunkt von Land- und Ernährungswirtschaft, Politik, Verwaltung und Organisationen ist. Zu diesem Anlass hat der DFV einen offenen Brief an den Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, gerichtet. Er kritisiert darin in aller Form die Ausrichtung und die Maßnahmen der Bundesregierung im Bereich Land- und Ernährungswirtschaft.
Unser Dachverband hat den Offenen Brief über seine Kontakte in die Presselandschaft gespielt und hofft auf entsprechendes öffentliches Echo. Rund um die Grüne Woche sind Pressemeldungen rund um Land- und Ernährungswirtschaft besonders häufig.

Sie können den Offenen Brief hier herunterladen, die Weitergabe an Pressekontakte und Vertreter der Politik ist erwünscht.
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Regionaltagungen des Deutschen Fleischer-Verbandes 2023

Sehr geehrte Damen und Herren,
seit 15 Jahren treffen sich einmal jährlich die Obermeisterinnen und Obermeister des deutschen Fleischerhandwerks, um sich mit den aktuellen Themen der Branche zu befassen. Diese sehr erfolgreichen DFV-Obermeistertagungen sollen in Zukunft als Regionaltagungen allen Mitgliedern des Deutschen Fleischer-Verbandes (DFV) offenstehen.
Zu diesen Regionaltagungen des DFV 2023 möchten wir Sie hiermit herzlich einladen.
Die Tagungen finden mit jeweils identischer Tagesordnung an vier Orten statt, um die Reisezeiten für interessierte Mitglieder zu reduzieren.

Programm
Im Mittelpunkt der Tagungen stehen Themen zur wirtschaftlichen und politischen Entwicklung, zum Lebensmittelrecht und zur Gemeinschaftswerbung. Wir berichten über die aktuelle Verbandsarbeit und stellen Ergebnisse und nächste Aktivitäten vor.
Im Rahmen eines Gastvortrages werden Möglichkeiten der erfolgreichen Mitarbeitergewinnung vorgestellt.

Anmeldung
Um Anmeldung wird gebeten. Hierzu können Sie das Antragsformular online ausfüllen oder aber den Faxvordruck ausdrucken, ausfüllen und an uns senden.
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Termine
Die Regionaltagungen finden an folgenden Tagen und Orten, jeweils von 10.30 Uhr bis ca. 14.30 Uhr statt:
Montag, 13.02.2023, Katholisch-Soziales Institut,
Bergstr. 26, 53721 Siegburg
Dienstag, 14.02.2023, Hannover Congress Centrum,
Theodor-Heuss-Platz 1-3, 30175 Hannover
Montag, 06.03.2023, Evangelisches Augustinerkloster,
Augustinerstraße 10, 99084 Erfurt
Dienstag, 07.03.2023, Oldtimerfabrik Classic,
Lessingstraße 5, 89231 Neu-Ulm
Die Teilnahme an den Tagungen ist kostenfrei.
Wir freuen uns, Sie zu einem dieser Termine begrüßen zu dürfen.

Gespräche mit Ministerpräsident Ramelow

Helgard Anding, MP Bodo Ramelow, Thomas Hönnger

Explodierende Gaskosten, steigende Strompreise: eine echte Bedrohung für den Fortbestand unserer Fleischerhandwerksbetriebe.

Die Sorgen und Nöte haben wir unserem Thüringen Ministerpräsidenten schriftlich dargelegt und dabei auch die Thüringer Bäcker mit ins Boot genommen. Innerhalb weniger Tage erhielten wir gemeinsam bereits die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch mit ihm am 09.11.2022.

Dieses erfolgte in einer sehr sachlichen und konstruktiven Form. Ministerpräsident Ramelow erläuterte, wie die Bundeshilfen aussehen sollen, wobei die Beschlussfassung darüber erst am Folgetag erfolgte.

Dabei wurden folgende Eckpunkte in den Raum gestellt (bzw. sind kurz nach dem Gespräch durch den Bund bekanntgegeben worden):

  • Der Staat übernimmt den Dezemberabschlag für Gas – entweder direkt oder per Gutschrift.
  • Der Gaspreisdeckel wird für 14 Monate auf 0,12 € brutto für Gas festgeschrieben
  • Der Strompreisdeckel wird ebenfalls für 14 Monate festgeschrieben
  • Hier greift der Deckel für Industriestrom bei 13 Cent je kWh netto für 70 % des Verbrauchs, für Haushaltsstrom (der auch für kleinere Unternehmen angesetzt wird) 0,40 € brutto je kWh für 80 % des Verbrauchs.
    Dabei sind im Bruttopreis alle Entgelte und Steuern, inkl. Stromsteuer, Netzentgelte, Umsatzsteuer, enthalten. Demzufolge beträgt hier der Nettopreis ca. 0,34 € / kWh.
  • Die bereits bekannt gewordene 100.000 kWh Jahresverbrauch sind offensichtlich noch nicht abschließend fixiert.
  • Das Land Thüringen stellt 404 Millionen Euro zur Abmilderung der Energiekrise zur Verfügung. Dieses Geld soll vor allem dort helfen, wo Bundesmaßnahmen nicht greifen: z.B. bei stark gestiegenen Kosten für Öl und Pellets.
  • In Thüringen soll die Ausreichung der Mittel über die Thüringer Aufbaubank (TAB) erfolgen. Das Beantragungsverfahren soll so einfach wie möglich gestaltet werden, allerdings soll dabei die Bedürftigkeit nachgewiesen werden. Die Zuschussbeantrag soll wie bereits bei den Corona-Hilfen über Steuerbüros und Wirtschaftsprüfer erfolgen.
  • Teile des Thüringer Fonds sollen auch verwendet werden, um Dekarbonisierung, also z.B. Investitionen in Photovoltaik o.ä., zu unterstützen. Damit soll mehr Autarkie in der Energieversorgung erreicht werden.
  • Mit der Bearbeitung / Auszahlung soll Anfang / Mitte Dezember begonnen werden.

Ministerpräsident Ramelow sagte zu, dass „Sonderfälle“ schnell und unbürokratisch beurteilt werden. Er stellte dabei eine enge Zusammenarbeit mit den Innungsverbänden in Aussicht.

Der Bitte unseres Verbandes, sich beim Bund dafür einzusetzen, dass im Fleischerhandwerk die 3%-Grenze für den erforderlichen Energieverbrauchsanteil an den Kosten aufgrund der besonders hohen Rohstoffbeschaffung abgesenkt wird, wird der Ministerpräsident nachkommen.

MP Bodo Ramelow mit den Vertretern des Fleischer- und Bäckerhandwerks

Energiekrise: Unterstützung des Fleischerhandwerks

Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Dr. Robert Habeck

 

Aktuelle Informationen über den derzeitigen Stand der Dinge finden Sie in unserem Mitgliederbereich. Der DFV äußert sich in zwei Rundschreiben über seine Aktivitäten zur Unterstützung der Innungsbetriebe in der Energiekrise uns beleuchtet den umstrittenen Auftritt von Bundeswirtschaftsminister Habeck im TV.

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Mitgliederbereich

Fleischerhandwerk fordert gerechte Entlastungen

DFV-Präsident Herbert Dohrmann

Die Unternehmen des Fleischerhandwerks fordern eine gerechte Verteilung der Hilfen bei den Energiekosten. Neben privaten Haushalten und Industrieunternehmen müssen auch die
Betriebe des Fleischerhandwerks schnell und wirksam entlastet werden. Die rund 11.000 inhabergeführten Fleischereien in Deutschland sind wichtiger Teil der regionalen Lebensmittelversorgung. Durch die eigene Herstellung der Produkte entstehen im Produktionsbereich hohe Energiekosten, die jetzt teilweise auf das Fünf- bis Sechsfache steigen. „Diese zusätzlichen Kosten sind vor allem auch deshalb eine Bedrohung für die Unternehmen, weil auch viele andere Kosten sprunghaft gestiegen sind“, erläutert der Präsident des Deutschen Fleischer-Verbands, Herbert Dohrmann. Die Verkaufspreise können oft nicht im notwendigen Maß angepasst werden.
Grundsätzlich begrüßt das Fleischerhandwerk, dass Unternehmen und private Haushalte entlastet werden sollen. Die jetzt angekündigte Absenkung der Mehrwertsteuer auf den Gaspreis hat allerdings keinen positiven Effekt in den Betrieben. Auch bei den Entlastungen, die für Unternehmen zur Verfügung stehen, ist das Fleischerhandwerk außen vor. Auf der Liste der förderfähigen Branchen wurde das Fleischerhandwerk nicht berücksichtigt.
„Es ist nicht nachzuvollziehen, warum unsere Handwerksunternehmen ausgeschlossen bleiben, während industrielle Schlachtbetriebe, die zum Teil in unmittelbarer Konkurrenz stehen, Zuschüsse bis zu 50 Millionen Euro erhalten können.“, kritisiert Dohrmann. Dieses Verfahren sei in höchstem Maße ungerecht, führt zu enormen Wettbewerbsverzerrungen und gefährdet die Existenz zahlreicher Handwerksunternehmen.
Für die angekündigten weiteren Entlastungsschritte fordert der Verband des Fleischerhandwerks eine gerechte Verteilung, die alle Unternehmen begünstigt, also auch diejenigen aus Handwerk und Mittelstand. Das könnte beispielsweise dadurch geschehen, dass die Energiesteuern auf Strom und Gas ausgesetzt werden. Dieser Weg schafft Entlastungsschritte dort, wo sie am meisten gebraucht werden. Mindestens ebenso wichtig ist, dass diese Maßnahme schnell und ohne bürokratischen Verwaltungsaufwand umgesetzt werden kann.

Online Seminar

Am Dienstag, dem 30.8. findet von 15-16 Uhr eine Veranstaltung der Vortragsreihe „f Digital“ statt. Wir haben dieses Mal mit tamplus von der celano GmbH ein cloudbasiertes Zeiterfassungs- und Personalmanagementsystem im Programm, das für Betriebe des Fleischerhandwerks interessant ist.
Vom Medienhaus B&L kommen außerdem zwei Beiträge mit starkem Bezug zum Fleischerhandwerk: Die „Fleischer-App“ und „Theken-TV“.
Mehr Info mit Links zu den Lösungen und Anbietern auf der Landing Page:

Veranstaltungsreihe f Digital – digitale Lösungen für das Fleischerhandwerk (fleischer-nrw.de)

Oder direkt zur Registrierung:

f Digital am 30.8.2022 Tickets, Di, 30.08.2022 um 15:00 Uhr | Eventbrite

Die Teilnahme ist kostenlos.

DFV-Merkblatt zur Anhebung des Mindestlohns und zur Arbeitszeiterfassung

Die Regelungen zur Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro pro Arbeitsstunde zum 1. Oktober 2022 sind mit der Änderung einiger weiterer Vorschriften verbunden. Insbesondere die Anhebung der Verdienstgrenzen für Mini- und Midijobs sowie die Neuregelungen rund um die Arbeitszeitaufzeichnungen können in den Unternehmen des Fleischerhandwerks zu erweiterten Auflagen führen.
Der DFV hat deswegen für die Mitgliedsunternehmen ein Merkblatt erarbeitet, das diewesentlichen Änderungen und die jetzt notwendige Handhabung beschreibt. Das Merkblatt kann in unserem Mitgliederbereich heruntergeladen werden.

Neue Pflichten nach dem Nachweisgesetz

Sehr geehrte Damen und Herren,
aufgrund einer Änderung des Nachweisgesetzes sind bei dem Abschluss von Arbeitsverträgen neue Informationspflichten gegenüber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu erfüllen. Die Änderung dient der Umsetzung der europäischen Richtlinie über transparente und vorhersehbare Arbeitsbedingungen (2019/1152) und gilt ab dem 1. August 2022. Ein Rundschreiben des DFV mit weiteren Informationen finden Innungsbetriebe in unserem Mitgliederbereich.

© Copyright - Landesinnungsverband des Fleischerhandwerks Thüringen e.V.
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