Gipfeltreffen in Nohra

Nohra. Am 22.05.2024 begrüßten wir LIM und DFV-Vizepräsident Konrad Ammon und Geschäftsführer Lars Bubnick vom Bayrischen Metzgerverband in unserer Geschäftsstelle in Nohra. Unser LIM Thomas Hönnger und Geschäftsführerin Helgard Anding besprachen mit den beiden Gästen die weiteren Schritte bezüglich der Kooperation beider Verbände. Über das Gespräch werden wir unsere Mitglieder ausführlich auf unserer Mitgliederversammlung am 16.06.2024 informieren, zu der wir auch die Herren Ammon und Bubnick eingeladen haben.

Thüringens Fleischer: keine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Fleisch!

Die Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) hat in einer Stellungnahme im Vorfeld eines Treffens mit Bundeskanzler Scholz eine schrittweise Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Fleisch gefordert. Eine Anhebung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für tierische Produkte sei „vergleichsweise einfach“ umzusetzen, argumentierte die Kommission. Mit den Mehreinnahmen soll der Umbau der Tierhaltung finanziert werden. „Mittelfristig werden deutlich mehr Mittel für den Umbau der Nutztierhaltung benötigt, um eine wachsende Zahl teilnehmender Betriebe sowie weitere Tierarten einzubeziehen“, heißt es in dem Papier. Der tierfreundliche Umbau der Tierhaltung müsse dabei „mit gesichert langfristigen Vereinbarungen mit den Tierhaltern beginnen“.
Die ZKL wurde Ende 2019 von der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel initiiert. Rund 40 Verbände und Organisationen sollten in der Kommission unter Einbindung von Praktikern, Wissenschaftlern und gesellschaftlichen Akteuren Empfehlungen für eine praxistaugliche Transformation hin zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft zusammentragen. Mitte 2021 hat die Kommission die Arbeit mit einem Abschlussbericht abgeschlossen, bevor Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir die Kommission im September 2022 wiederbelebte.
Wenig überraschend: Minister Özdemir begrüßte nun auch die Vorschläge zur Mehrwertsteuererhöhung. Wenn gleichzeitig die Steuer auf Obst und Gemüse schrittweise auf Null reduziert würde, hätte das aus Sicht des Ministers auch positive gesundheitliche Wirkung. Auch der Bauernverband lehnt eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel tierischen Ursprungs nicht kategorisch ab. Zwar äußerte sich Bauernpräsident Ruckwied kritisch, eine vollständige Distanzierung zu einer schrittweisen Erhöhung erfolgt den Vernehmen nach jedoch nicht.

Scharfer Protest durch den DFV

Der Deutsche Fleischer-Verband kritisiert die Überlegungen der ZKL scharf und lehnt jede zusätzliche Belastung von hochwertigen Produkten ab. In einer Stellungnahme und einer ausführlichen Presseerklärung wird in aller Deutlichkeit darauf hingewiesen, dass hier ausgerechnet diejenigen am stärksten belastet werden, die hochwertige und unter besten Tierschutzstandards produzierte Produkte anbieten. Auch wird in Frage gestellt, ob es richtig sein kann, die fehlgeleiteten Agrarsubventionen durch neue Steuerlasten noch weiter aufzublähen. Richtiger wäre es nach Auffassung des DFV, die Gelder, die wesentlich zu den Fehlentwicklungen in der Landwirtschaft beigetragen haben, so umzuleiten, dass positive Effekte entstehen.
Auch erinnert der DFV erneut an seinen Vorschlag, Verbesserungen in der Tierhaltung, die von einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragen werden, im Tierschutzrecht zu verankern. Dann gelten diese Regelungen für alle, Wettbewerbsverzerrungen werden vermieden und gleichzeitig profitieren alle Tiere von verbesserten Bedingungen.

Die DFV-Presseerklärung kann hier heruntergeladen werden.
[download id=“2350″] Sie kann und soll auch für regionale und lokale Pressekontakte genutzt werden oder für eigene Pressemitteilungen als Basis dienen.

Tag der Thüringer Wurstspezialitäten

Am 28.02.2024 fand im Rahmen der Thüringen-Ausstellung auf der Messe Erfurt wieder einmal unser Tag der Thüringer Wurstspezialitäten statt. Unser Verband und seine Partner präsentierten den Besuchern viele Aktionen rund um unser Handwerk. Das Weltmeister-Team Butcher Wolfpack schickte uns Jörg Erchinger und Pascal Karatay, vom Metzgerverband Bayern waren des stv. LIM Werner Braun und Geschäftsführer Lars Bubnick am Start. Dem interessierten Publikum wurde die Lamm-Zerlegung demonstriert, anschließend wurden Grillspezialitäten und Lamm-Bratwürste direkt vor Ort hergestellt. Alles kam dann nach draußen und wurde von unserem Dirk Lindig fachgerecht gegrillt. Gegen eine Spende konnten die Besucher nach Herzenslust verkosten, der Erlös kommt einem guten Zweck zu Gute.
Großer Andrang herrschte am Stand des Metzgerhandwerks mit Lars Bubnick. Hier konnten Interessierte mit einer VR-Brille virtuell Leberkäs herstellen, was ordentlich Eindruck machte.
Auf der Empore fand erstmals seit der Pandemie wieder unser Lehrlingswettbewerb statt. Die Azubis der 2. und 3. Lehrjahre aus den Berufsschulen Gera und Zella-Mehlis  zeigten ihr Können und beeindruckten damit sowohl die Fachjury als auch die Besucher. Ein Kamerateam des MDR berichtete ebenfalls darüber: https://www.mdr.de/video/mdr-videos/f/video-802216.html

Als beste Azubis wurden ausgezeichnet:

Fleischfachverkäufer/-in:
1. Platz Jessica Brauer
2. Platz Thu Trang Nguyen
3. Platz Jasmine Sänger

Fleischer/-in:
1. Platz Felix Gast
2. Platz John Grunwald
3. Platz Johannes Staps

Die Freunde der Thüringer Bratwurst mit dem Bratwurstmuseum waren gleich an mehreren Ständen präsent. Unter anderem wurde zusammen mit der HWK Erfurt ein Handwerkerfrühstück abgehalten, an dem neben Vertretern verschiedener Gewerke auch unsere Wurstkönigin Nicole teilnahm. Bratwurstkönig Norbert und Maskottchen Wurschti animierten die Besucher zum Probieren und Einkaufen, schließlich gab es allerlei rund um Thüringens Kulturgut Nummer 1 zu entdecken.

Folgende Mitgliedsbetriebe nutzten die Chance, sich mit einem Verkaufsstand zu präsentieren:

1. Landfleischerei Stützer, Dieterode
2. Fleischerei Fratzscher, Schleusingen
3. Fleischerei Lesser, Brotterode
4. Fleischerei Barthel, Mühlhausen
5. Fleischerei Lindig, Krölpa OT Dobian

Neben dem Umsatz vor Ort steigert dies auf jeden Fall die Bekanntheit, was sich besonders im Onlineshop bemerkbar macht.

Da in diesem Jahr in Thüringen u.a. Europa- und Landtagswahlen anstehen, hat unser Vorstand einen Fragenkatalog erstellt, der die Sorgen und Nöte des Thüringer Fleischerhandwerks auf den Punkt bringt. Diesen Katalog übergaben Uwe Fratzscher und LIM Thomas Hönnger den Vertretern von FDP, SPD, CDU und Die Linke. Die Gelegenheit zu einem persönlichen Austausch wurde dabei auch genutzt und unsere Vertreter zeigten den Politikern auf, wo wir die größten Probleme bei unserer täglichen Arbeit sehen. Für die Beantwortung unserer Fragen haben alle im Landtag vertretenen Parteien bis nach Ostern Zeit, die Ergebnisse werden wir dann zusammengefasst unseren Mitgliedern zukommen lassen.

Insgesamt können wir recht stolz auf unseren Wursttag sein. Nach der Corona-bedingten Unterbrechung war es nicht einfach, alles wieder neu zu organisieren. Wir haben auch schon Pläne für den Tag der Thüringer Wurstspezialitäten 2025 – nach dem Wursttag ist vor dem Wursttag!

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DFV-Merkblatt zur Herkunftskennzeichnung loser Ware

Ab dem 1. Februar 2024 muss auch in den Theken des Fleischerhandwerks die Herkunft von frischem, gekühltem und gefrorenem Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch angegeben werden.

Wie angekündigt hat der DFV ein Merkblatt erstellt, das die wesentlichen Anforderungen an die Kennzeichnung im Fleischerhandwerk zusammenfasst und praktische Hinweise zur Umsetzung enthält. Das Merkblatt finden Sie in unserem Mitgliederbereich.

Aufgrund der Erfahrungen mit neuen Pflichten ist auch im Fall der Herkunftskennzeichnung nicht auszuschließen, dass es bis Februar oder auch noch danach Anpassungen gibt. Die praktische Umsetzung und damit die Anforderung an die Unternehmen könnten noch weiter konkretisiert werden. Sollte es hier wesentliche Änderungen geben, halten wir Sie auf dem Laufenden.

Das Bratwurstmuseum präsentiert

Die Show zum Bratwurstgeburtstag. Was für ein Theater, lasst euch überraschen!
Wir freuen uns auf euch!

www.bratwurstmuseum.de

Fleischerhandwerk solidarisch mit Bauern

Nachdem der Deutsche Bauernverband am Montag, dem 18.12.2023 in Berlin mit einer großen Kundgebung gegen die Pläne der Ampel-Koalition protestiert hat, Steuererleichterungen für Landwirte abzuschaffen, hat es weitere Protestaktionen in verschiedenen Regionen gegeben. Auch in der Weihnachtswoche 2023 gab es in einigen Städten wieder Demonstrationen und Verkehrsblockaden mit Traktoren.
Seit einigen Tagen wird nun in verschiedenen Kanälen zu einem Generalstreik am 8. Januar 2024 aufgerufen, an dem sich nicht nur Bauern, sondern auch Bäcker, Fleischer, Transportunternehmer und andere Branchen beteiligen sollen. Geschäfte sollen an diesem Tag geschlossen bleiben. Unklar bleibt, wer zu dieser Aktion aufruft.
Der Deutsche Fleischer-Verband steht in engem Austausch mit dem Deutschen Bauern-Verband (DBV). Beide Verbände sind sich einig darin, dass die politischen Entscheidungen nicht zielführend sind sowie die Grundlage für erfolgreiches Wirtschaften und notwendige Transformationsprozesse gefährden. Eine stärkere Einbindung der Wirtschaft als Ganzes in Entscheidungsprozesse ist unbedingt geboten. Auch muss alles vermieden werden, was die bäuerliche Landwirtschaft weiter schwächt. Insoweit zeigt sich das Fleischerhandwerk uneingeschränkt solidarisch mit der Landwirtschaft.
Aktuell plant der Deutsche Bauernverband keine konkreten Aktionen, sondern begleitet die politischen Gespräche, die sich nach dem Koalitionsbeschluss auch innerhalb der Ampel-Parteien ergeben haben. Nach den Weihnachtstagen soll beraten werden, welche weiteren Schritte notwendig sind, um die Positionen der Bauernschaft deutlich zu machen. Es ist deutlich, dass dem DBV nicht an einer großflächigen Destabilisierung gelegen ist, sondern an einer klaren Haltung zu einer Politik, die die wirtschaftlichen Notwendigkeiten der landwirtschaftlichen Betriebe betreffen.
In Teilen der Landwirtschaft wird derzeit durchaus kritisch gesehen, dass sich andere Branchen solidarisieren und an einem wie auch immer gelagerten Vorgehen beteiligen, weil man ein Verwässern der eigenen Anliegen befürchtet.
Die Vermischung mit anderen Themen, so die Sorge, könnte von den Forderungen der Bauern ablenken. Der Erhalt der steuerlichen Erleichterungen für Landwirte genießt hier oberste Priorität.
Der Deutsche Fleischer-Verband sowie der Fleischerverband Thüringen beteiligen sich ausdrücklich nicht an einem Aufruf, die Geschäfte an einem bestimmten Tag geschlossen zu halten. Der wirtschaftliche Schaden eines solchen „Generalstreiks“ fiele allein den Unternehmen zu, die dadurch Umsätze verlieren. Gleichzeitig bleibt unklar, wer Urheber und Profiteur einer solchen Aktion ist. Es ist zumindest nicht ausgeschlossen, dass der Protest zu anderen Zwecken instrumentalisiert wird. Stattdessen soll nun die Entwicklung der laufenden politischen Gespräche abgewartet werden, um ggf. gemeinsam mit dem DBV über gemeinsame Initiativen zu beraten.
Wir halten Sie über den weiteren Verlauf der Gespräche und Ereignisse auf dem Laufenden.

Neuer Vorstand im Fleischerverband Thüringen

Von links nach rechts: LIM Thomas Hönnger, Uwe Fratzscher, Robert Lesser, Andreas Taudte, Erhard Fritsche und Erik Döring

Mühlhausen. Das Thüringer Bratwurstmuseum war Veranstaltungsort der Mitgliederversammlung des Landesinnungsverbandes des Fleischerhandwerks Thüringen e.V. Die Vertreter und Delegierten der Innungen hatten neben zahlreichen Regularien und der Wahl des Landesinnungsmeisters auch die Aufgabe, einen neuen Landesvorstand zu wählen. Als Gäste waren der Präsident des Deutschen Fleischer-Verbandes, Herbert Dohrmann, sowie sein Vizepräsident, Konrad Ammon vom LIV Bayern, nach Thüringen gereist. Beide gingen in ihren Grußworten auf die Arbeit des Bundesverbandes sowie auf die Bedeutung der politischen Arbeit in den Landesverbänden und die Schaffung von starken Vertretungseinheiten vor Ort ein. „Hier hat sich der LIV Thüringen in der gemeinsamen Kooperation mit Bayern auf einen guten Weg gemacht.“, waren sich Dohrmann und Ammon einig.

 

In seinem Bericht über die letzte Amtsperiode fasste Landesinnungsmeister Thomas Hönnger zahlreiche Aktivitäten und Leistungen der Führungsspitze im Fleischerverband Thüringen zusammen. Er berichtete über die politischen Termine, die Vertretung des Verbandes auf dem Thüringer Wursttag  sowie über die Arbeit des Verbandes während der nervenaufreibenden Corona-Pandemie. „Vieles in der Verbandsarbeit ist für die Betriebe nach außen hin nicht sichtbar. Die Pflege der Kontakte in die Landespolitik gleicht einer Sisyphusarbeit, die aber wichtig ist und stetig betrieben werden muss.“, so Hönnger. Ebenso ging Hönnger gemeinsam mit seinem Landesinnungsmeisterkollegen Ammon auf die bereits gelebte Kooperation mit dem Landesverband Bayern ein. Diese Zusammenarbeit gilt es weiter voranzutreiben und beide warben dafür, die Kooperation auszubauen und zu vertiefen.

 

Im Anschluss an seinen Bericht, der zugleich den Abschluss der Amtsperiode bildete, bedankte sich Thomas Hönnger bei seinem gesamten Landesvorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die beiden stv. Landesinnungsmeister Antje Pfauter und Klaus-Dieter Oppel sowie Schatzmeister Karl Luthardt und Vorstand Fred Tittmar traten nicht noch einmal zur Wahl an und wurden unter großem Applaus für ihr Engagement mit der Ehrenmedaille und Ehrenurkunde des Verbandes geehrt. Die Wahlen des neuen Landesvorstands leitete Ehren-LIM Günter Grüner. Thomas Hönnger wurde von den Delegierten einstimmig als Landesinnungsmeister wiederwählt. Den neuen Landesvorstand komplettieren nun Uwe Fratzscher und Robert Lesser (Landeslehrlingswart) als stv. Landesinnungsmeister sowie die Präsidialmitglieder Andreas Taudte (Schatzmeister) und Erhard Fritsche. In den Gesamtvorstand wurden Erik Döring und Ulrich Löffler gewählt.

 

Der neugewählte Landesvorstand hatte sogleich die Aufgabe, mit den Delegierten über die Beitragsgestaltung des Verbands zu beraten. So wurde eine Anhebung des Beitrags auf insgesamt 949,00 Euro (LIV und DFV) für das Jahr 2024 beschlossen. Zudem soll eine Übernahme des Beitragsmodells aus dem LIV Bayern ab dem Jahr 2025 den Delegierten im kommenden Jahr zur Abstimmung vorgelegt werden. Ebenso beschlossen die Delegierten einstimmig, dass die Kooperation mit dem Fleischerverband Bayern fortgeführt und ausgebaut werden soll.

 

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