Schweine schlachten nur noch regional? Warum die Branche uneins ist

Seit der letzte Thüringer Schweineschlachthof dicht ist, müssen viele Züchter ihre Tiere weit weg schlachten lassen. Ein Netz regionaler Schlachtstätten soll das ändern, doch die Interessen der Branche gehen auseinander. Gerd Nettelroth von MDR Thüringen hat sich des Problems angenommen.

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Afrikanische Schweinepest: Aktuelle Entwicklungen

WildschweineNachdem in der vergangenen Woche erstmals eine Infektion mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein in Deutschland nachgewiesen wurde, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) nun den Fund von sechs weiteren infizierten Wildschweinen bestätigt.

Die Tiere wurden in der Nähe des ersten Fundortes in der Ortschaft Neuzelle im Landkreis Oder-Spree und damit innerhalb des bisherigen gefährdeten Gebietes gefunden. Als Folge wird das Land Brandenburg die bestehenden Schutzzonen und Maßnahmen nun erweitern, um eine Weiterverbreitung der ASP zu verhindern. Es ist davon auszugehen, dass weitere tierhaltende und fleischverarbeitende Betriebe in diesen Gebieten liegen und von den strengen Verbringungsverboten betroffen sind. Zum möglichen Umfang behördlicher Anordnungen und zu vorbeugenden Maßnahmen der Betriebe sei erneut auf das DFV-Merkblatt zur ASP verwiesen (Download im Mitgliederbereich). In Hausschweinbeständen gibt es keine Infektionen.

Das Infektionsgeschehen in Deutschland zeigt erste Auswirkungen auf den Handel. Viele Länder in Südamerika und Asien, insbesondere China, haben den Import von deutschem Schweinefleisch gestoppt. Der Import von Erzeugnissen und Nebenprodukten wird teilweise nur unter hohen Auflagen zugelassen. Das BMEL führt zurzeit Gespräche mit den relevanten Staaten, um den Export aus Nicht-Risikogebieten in diese Länder zu ermöglichen. Innerhalb der EU ist der Handel weiter möglich. Beschränkungen gibt es lediglich für die Betriebe, die in den Restriktionszonen liegen. Diese Entwicklungen wirken sich auch auf die Preise von Tieren und Fleisch aus, die teils erheblich gesunken sind.

Region stärken – Benachteiligungen für das Fleischerhandwerk beseitigen

Gerade jetzt wird gefordert, dass Lebensmittelproduktion nicht nur in großen Industriebetrieben stattfinden darf. Regionale und handwerkliche Produktion soll stärker gefördert werden, das ist das Bekenntnis der Politik.

Die tatsächlichen Gesetze und Vorschriften bewirken aber oft genau das Gegenteil. Kleine Unternehmen werden gegenüber großen an vielen Stellen benachteiligt. Das gilt für staatliche Gebühren, für Energiekosten und für technische und bürokratische Auflagen, die für Handwerksbetriebe mehr Kosten und mehr Arbeit bedeuten. Das alles ist durch konkrete politische Entscheidungen so gemacht. Wenn man tatsächlich ein Gegengewicht zur industrialisierten Land- und Ernährungswirtschaft erhalten will, müssen diese Benachteiligungen beseitigt werden.

Deshalb fordern wir: Gesetze und Vorschriften, die die kleinen Strukturen stärker und unverhältnismäßig belasten, müssen geändert werden.

Begründung

Lebensmittel aus der Region, Produkte mit nachvollziehbarer Herkunft, Tierhaltung mit Verantwortung, kurze Transportwege, Herstellung mit meisterlicher Qualifikation, Versorgung aus der Region für die Region. Diesen Anspruch vertritt das Fleischerhandwerk und das schätzen unsere Kunden.

Auch die Politik beteuert, diese Ziele zu verfolgen. Die Bedeutung von Handwerk und Mittelstand werden immer wieder betont. Trotzdem wird das Fleischerhandwerk in vielen Punkten durch Gesetze und Vorschriften stärker belastet als große Fleisch-Industriebetriebe.

Beispiel Gebühren: Gebühren für die vorgeschriebenen Fleischuntersuchung oder für die Abfallentsorg

ung werden staatlich oder von öffentlichen Trägern festgesetzt. Dabei gibt es meist Staffelgebühren, das heißt, der Preis sinkt, wenn die Menge wächst. Das führt dazu, dass ein Handwerksbetrieb ein Vielfaches von dem bezahlt, was ein Industriegigant entrichtet. Damit wird die Konzentration zu immer größeren Unternehmen geförd


Beispiel Energiekosten:
 Große, international operierende Unternehmen können sich von der Abgabe für erneuerbare Energien befreien lassen. Kleine können das nicht. In der Folge haben die Handwerksbetriebe bezogen auf die hergestellte Menge eine viel höhere Kostenbelastung.ert.

Beispiel Bürokratie: Es ist ein Unterschied, ob ein Industriebetrieb mit tausenden Mitarbeitern aus dem In- und Ausland arbeitet oder ein Handwerksbetrieb mit fest angestellten Mitarbeitern, die seit Jahren zum Betrieb gehören und in der Region wohnen. Dieser Unterschied macht auch andere Vorschriften möglich. Werden nun dieselben Gesetze für alle Unternehmensgrößen gemacht, dann führt das zwangsläufig zu stärkeren Belastungen bei den Kleinen. Das gilt zum Beispiel für Auflagen hinsichtlich der Arbeitszeitdokumentation oder auch für die Dokumentation von Warenströmen. Die sind im Handwerksbetrieb mit einfachen Mitteln zu bewerkstelligen. Werden aber aufwändige elektronische Aufzeichnungssysteme gefordert, bedeutet das für einen Industriebetrieb eine sehr geringe Investition, für einen Handwerksbetrieb aber eine schwerwiegende Belastung.

Diese und andere Regeln, die der Konzentration weiter Vorschub leisten, müssen deshalb beseitigt werden.

Beteiligen Sie sich jetzt an der Online-Petition der Nationalmannschaft des Fleischerhandwerks und geben Sie dem deutschen Fleischerhandwerk Ihre Stimme!

https://www.openpetition.de/petition/online/region-staerken-benachteiligungen-fuer-das-fleischerhandwerk-beseitigen

https://www.facebook.com/NationalmannschaftdesFleischerhandwerks/posts/955382124922712

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Nationalmannschaft des Fleischerhandwerks aus Frankfurt

Mundschutzpflicht in Thüringen – was bedeutet das für mein Geschäft?

Aktuelle Informationen zur Mundschutzpflicht ab 24.04.2020 in Thüringen und was sie für handwerkliche Fleischereien bedeutet finden Sie als Innungsmitglied in unserem Mitgliederbereich.

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Thüringer Fleischer-Fachgeschäfte sind weiterhin für ihre Kunden da

LIM Thomas Hönnger

Die Fleischereien in Thüringen garantieren, dass die Menschen auch in Krisensituationen täglich frische und regionale Lebensmittel bekommen. Verkauf und Produktion, beides unter deutlich erschwerten Bedingungen, verlangen einen überdurchschnittlichen Einsatz von den Unternehmern und den Mitarbeitern.

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Zutrittskontrolle – schnell, einfach und eindeutig!

Das Bundesministerium für Gesundheit empfiehlt, in Supermärkten und Geschäften oder auch Praxen einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Um dies zu gewährleisten, ist es erforderlich, das Zutrittsmanagement für Kundinnen und Kunden zu organisieren. Der Signalgerätehersteller WERMA bietet hier eine optimale, einfache und praktische Lösung an: das plug & play System zur Zutrittskontrolle „SignalSET“ – über Funk wird eine Signalampel gesteuert, die für einen geregelten Zugang sorgt.

Mit diesem System kann Personen vor dem Eingang eines Supermarktes, Geschäftes oder einer öffentlichen Einrichtung eindeutig signalisiert werden, ob ein Zugang derzeit gewährt werden kann oder ob sich bereits zu viele Personen im Inneren befinden. Somit ist sichergestellt, dass der notwendige Sicherheitsabstand eingehalten werden kann und auch die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschützt wird.

Weitere Informationen: Zutrittskontrolle_Socialdistancing4.pdf

Kontakt:

WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG
Dürbheimer Straße 15, D-78604 Rietheim-Weilheim

Mobil: +49 (0) 172 897 51 70
Telefax: +49 (0) 7424 95 57 44
Mail: markus.behr@werma.com
Web: www.werma.com

Thekenauszug als Abstandshalter

Um Mitarbeiter und Kunden in seinem Geschäft bestmöglich zu schützen, hat sich Jens Schumm von der Fleischerei Jens Schumm in Langewiesen etwas besonderes einfallen lassen. Mit wenigen Bauteilen  hat er praktische Thekenauszüge gebaut, auf denen der Einkauf zum Kunden geschoben werden kann. Der Kunde legt das Bargeld auf den Zahlteller, von dem der/die Verkäufer/-in sich das Geld nimmt nachdem das Tablett zurückgezogen wurde. Somit wird der geforderte Mindestabstand eingehalten. Die Mitarbeiter und Kunden in der Fleischerei Schumm sind jedenfalls begeistert und wollen die neue technische Errungenschaft auch nach überstandener Corona-Krise gerne weiter nutzen. Interessenten können sich für nähere Informationen gerne direkt an Jens Schumm wenden.

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Aktuelle Informationen zur Corona-Krise

An dieser Stelle berichten wir über aktuelle Entwicklungen rund um das Corona-Virus.

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